DAS EFX
aber so von sich überzeugen, dass sie deren Label unter die Fittiche nimmt. Unter der Haube von East West Records und mit Hilfe der unterstützenden Hände von EPMD zimmern Das EFX in kurzer Zeit ihr Erstlingswerk “Dead Serious” zusammen und verursachen allerorts kollektive Begeisterung. Von den Heads gefeiert und von der Masse gekauft, schießt das Album in die Charts (über 1.000.000 verkaufte Einheiten!) und gilt schnell als ein Meilenstein in der Geschichte der Musik der Straße. Mit ihren energiegeladenen Raps, den eingängigen Hooklines und Genick zerstörenden Beats sind die zwei Jungs mit den langen Dreadlocks die Stars der Stunde.
Nur ein Jahr später legen sie mit “Straigth Up Sewaside” nach und bleiben ihrer Linie als Hardcore-Rapper treu. Die Fans lassen sich nicht lange bitten und verhelfen dem Silberling schnell zum erfreulichen Gold-Status. Auch “Hold It Down” steigt in güldene Verkaufs-Ränge auf, obwohl die kritischen Stimmen immer lauter werden. Der Super-GAU passiert schließlich mit der lauten Trennung der musikalischen Ziehväter EPMD, die auch Skoob und Krazy Drazyz ihren vorläufigen Tiefpunkt der Karriere beschert.
Nach drei brotlosen Jahren reißen sich die Beiden aber wieder zusammen und schaffen mit Schützenhilfe von Redman, PMD und M.O.P. auf “Generation EFX” einen Achtungserfolg. Ihr Style klingt zwar nicht ganz nach der Frische ihrer Anfangstage, ihren alten Hunger und die überzeugende Unverwechselbarkeit haben sie sich aber wieder angeeignet. Wegen des ausbleibenden kommerziellen Erfolges wird es aber schnell wieder still um das Duo. Umso überraschender ist es daher, dass sich Das EFX etwa fünf Jahre später mit dem Longplayer “How We Do“ in alter Frische zurückmelden. In alter Tradition lassen die Jungs die Köpfe nicken und gefallen nicht zuletzt wegen ihrer Hingabe an den Hardcore Rap, der sie so groß gemacht hat.
Nur ein halbes Jahr später überrascht eine tiefgreifende Neuigkeit die Hip Hop-Heads. Nach über zehn Jahren trennen sich Das EFX aus unerfindlichen Gründen und schließen das Kapitel einer Rap-Geschichte, die weitaus mehr zu bieten hat, als eine hirn-gesponnene Wortschöpfung. Rigitty in Pigitty – Rest in Peace.
Quelle: www.laut.de
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