Black Star

Black Star sind eine alternative Hip-Hop-Formation aus New York. Gegründet wurde sie 1998 von Mos Def und Talib Kweli.

Black Star sind Teil der Native Tongues Posse zu denen unter anderem auch Jungle Brothers, De La Soul und A Tribe Called Quest gehören. Nachdem sie in den späten 90ern im Untergrund auf sich aufmerksam machten, veröffentlichten sie am 26. August 1998 bei Rawkus Records in den USA das Album „Mos Def & Talib Kweli are Black Star“. Es sollte ihr bisher einziges gemeinsames Album bleiben. Den Haupteil der Produktionen lieferte Hi-Tek. Aber auch Mr. Walt, Shawn J. Period, J. Rawls, Ge-ology und 88 Keys steuerten Beats hinzu.

Das Album stellte nicht nur die Weichen für die erfolgreichen Solokarrieren der beiden Rapper, sondern gilt bis heute als absoluter Klassiker.

Classic:

Hier ein Track zusammen mit Common

Infos zum Album

Fazit:

Der Aufstieg von Talib Kweli und Mos Def begann fast zeitgleich mit der Auflösung von A Tribe Called Quest. Eine Ära ging zu Ende, eine andere beginnt vielleicht.

Die Native-Tongue-Rapper Mos Def und Talib Kweli fielen ja schon durch einige Singles und Beiträge zu den Samplern Lyricist Lounge und Soundbombing auf. Aber mit Black Stargelang dem kongenialen Duo — unter großer Mithilfe von Shawn J. Period und DJ Hi-Tek — ein Meisterwerk, dass durch Folgeplatten von Mos Def, Hi-Tek und Reflection Eternal bestätigt werden sollte.

Als Black Star werfen sich die beiden weitsichtigen HipHop-Aktivisten intelligente Reime zu, aber ihre Verbalakrobatik braucht auch die Musik als Transportmittel. Wichtiges Mitglied ist da natürlich Tony Cottrell alias Hi-Tek, der als Beatmeister Funk- und Soul-Tupfer, Jazz-Passagen und feinfühlige Scratch-Einlagen zusammenfügt. Das ist Underground-HipHop von großer Intensität und Nachdenklichkeit. Der Eintrag in die Geschichtsbücher des Rap ist diesem Album sicher. –Sven Niechziol

Meinungen:

Talib Kwelis und Mos Def’ tolles Album Black Starr vermittelt wie nur wenige andere Alben im Hip-Hop Universum, wie wirkliche Hip-Hop Musik klingt. Es ist mit nur 50 Minuten Spieldauer zwar recht kurz gehalten, ist dennoch enorm intensiv und geladen, oder hat mehr Aussagekraft, als so manche Hip-Hop Alben zusammen. Mit Aussagekraft meine ich einerseits die tatsächlichen Aussagen, die Mos Def und Talib Kweli in diesen 50 Minuten offenlegen, und andererseits die perfekt dazu eingestimmte Musik, die die teils richtig genialen Lyrics sehr eindrucksvoll unterstützen. Und darauf kommt es für mich persönlich an, intelligente Lyrics sind wichtig und selten und man sollte diese auch zu schätzen wissen, aber noch wichtiger ist es für mich, dass vor allem die Musik auch verschiedene Aussagen bekräftigen kann, und das schaffen eigentlich nur sehr wenige Interpreten. In diesem Fall funktionierts und zwar ausgesprochen gut. Die zwei Rapper haben so ziemlich alles, was man sich von einem guten Rapper wünschen kann, sie haben ihren eigenen Stil, haben “angenehme” Stimmen, gute Flows, sehr gute, durchdachte Texte und verpacken alles in unterhaltsamer, toller Musik, die gleichzietig sehr abwechslungsreich ist. “Definition” hat z. B. einen sehr lebendigen, “Astronomy” einen eher ruhigeren, “Children’s Story” auf der anderen Seite ein harten Beat; dennoch ist das Album im Großen ruhig und relaxt, was dazu beiträgt, dass man sich nicht zu sehr von der Musik ablenkt, sondern sich auch den Lyrics der Rapper widmen kann (wie gesagt, die Musik wird aber nicht deswegen in den Hintergrund gestellt, sie verstärkt nur die Texte und deren Aussagekraft). Die Inhalte der Texte sind jetzt nicht die allerneuesten (also auch im Jahre 1998 schon nicht mehr), werden aber auf einer neuen Art und Weise rüber gebracht. Das liegt vor allem an diesen beiden interessanten Rappern, die sich fantastisch ergänzen, Talib Kweli zeichnet sich durch durchdachte, schlagfertige Texte aus und ist meiner Meinung nach teilweise ein richtiger Poet. Auf der anderen Seite käme dann Mos Def, der erstens sich dadurch auszeichnet, dass er desöfteren singt und dies sogar auch sehr gut macht (kommt ja nicht so oft vor bei Rappern und wenn, dann gehts oft in die Hose), darüberhinaus hat er eine tolle, “coole” Stimme und hat sehr philosophische Texte.

Die CD “versteht” man nicht beim einmaligen durchhören, dazu sind die Inhalte, die hier offengelegt werden, zu komplex; dies ist aber kein schlimmer Umstand, wenn man guten und “schönen” Hip Hop mag, wird man sich ohnehin das Album viele Male anhören. Herausnehmen möchte ich eigentlich keine Tracks, da sich die Tracks als Einheit sehr stark präsentieren und im Grunde genommen alle mehr oder weniger gleich gut sind. “Black Star” wird nicht selten als “Illmatic” der späteren 90er angesehen; von der Qualität her ist der Vergleich sicher nicht unbegründet, aber ich würde diesem dennoch nicht zustimmen, dieses Album ist für sich einzigartig im Hip Hop-Genre und besitzt soviel Klasse, dass es den Klassikerstatus beanspruchen kann und deswegen auch nicht mit anderen Werken verglichen werden sollte.

Quellen: Laut.de / Amazon.de

Tagged with: , ,
Posted in Blog